Nachdem sie zwei Röhrenvorverstärker, zwei Endstufen, einen Zweigwege-Lautsprecher und einen Elektrostaten auf den Markt gebracht haben, beschloss Brocksieper 1992, sich angesichts unterschiedlicher Ideen von der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens von seinem Geschäftspartner zu trennen, um seine eigene Verstärker- und Lautsprecher Manufaktur zu gründen. Gleich das erste Produkt unter eigenem Namen, eine Monoendstufe mit zwei 807-Senderöhren, die aufgrund ihres subtilen Klangbildes bereits in den Modellen von Music Components zum Einsatz gekommen waren, sollte sich zu einem seiner größten Verkaufserfolge entwickeln.Es folgten eine Vorstufe, der Phonoverstärker PhonoMax und der ebenfalls sehr erfolgreiche Kopfhörerverstärker EarMax. Jüngstes Mitglied in der Röhrenfamilie ist ein Digital-Analog-Wandler, dessen präzise analoge, ausschliesslich über Röhren erfolgende Filterung hochfrequenter Störanteile dafür sorgt, dass häufige Mängel digitaler Wiedergabe, die vor allem auf der nicht vorhandenen Signalkontinuität im hohen Frequenzbereich und dem damit bedingten ungenauen Zeitverhalten beruhen, im hohem Maße eliminiert werden. Bei der Konstruktionen seiner Geräte lässt sich Brocksieper seit jeher vom Anspruch leiten, die technischen Vorteile der Röhre, ihre gegenüber dem Transistor größere thermische und dynamische Linearität, effektiv zu nutzen, dabei aber die sonst röhrentypischen Verzerrungen, die zu einem euphemistischen, eindickenden Klangbild führen, auszuschalten.
Abgerundet wird das Programm durch die Zweiwege-Lautsprecher Arabeske und Minara, bei denen der Konstrukteur großes Gewicht auf präzises Zeit- und Impulsverhalten legte. Eine Besonderheit stellen die in den Tief- und Mitteltönern verwendeten Chitinmembranen dar, die sich im Mitteltonbereich so präzise und im Tieftonbereich so dynamisch verhalten wie kein anderes uns bekanntes Material. Für die hohen Frequenzen sorgen Thiel-Keramik – oder Diamant-Hochtöner. Die größere Arabeske verfügt zudem über einen eigens entwickelten Superhochtöner sowie einen integrierten Subwoofer. Beide Modelle können auf Wunsch auch mit einer Röhren-Aktivweiche betrieben werden.
Als nächstes ist neben einer technisch extrem aufwendigen Sonderversion des EarMax, zu Ehren der langjährigen, 2010 überraschend früh gestorbenen Lebensgefährtin und Geschäftspartnerin Bettina Mennicke, die Entwicklung eines kleinen Vollverstärkers, der Elemente aus EarMax und Vor- und Endstufen vereinen soll, geplant.
